HfG Offenbach Logo

» Startseite » Ausstellungen, Projekte & Vorträge » Ausstellung: „Worlds within Worlds“, Deutsche Börse Photography Foundation

Bild von Kerstin Weiser, Von Sandburg zu Sandburg, 2025-ongoing © Kerstin Weiser

Ausstellung: „Worlds within Worlds“, Deutsche Börse Photography Foundation


Bild: Kerstin Weiser


  • Ausstellungs-Ort: Deutsche Börse Photography Foundation, The Cube in Eschborn
  • Ausstellungsdauer: 20. Februar bis zum 16. August 2026 
  • Vernissage: Donnerstag, 19. Februar 2026, um 18:30 Uhr 

Über die Ausstellung „Worlds within Worlds“

Zum zweiten Mal haben Studierende der Fotografie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Studierende des Masterprogramms Curatorial Studies an der Goethe-Universität und der Städelschule Frankfurt die Gelegenheit, gemeinsam ein Ausstellungsprojekt in den Räumlichkeiten der Deutsche Börse Photography Foundation zu realisieren. Aus dieser Zusammenarbeit ist die Gruppenausstellung „Worlds within Worlds“ entstanden. Sie versammelt 14 Künstler*innen, deren Arbeiten sich entlang von Zwischenwelten unserer Realität(en) bewegen. In der Auseinandersetzung mit politischen, historischen und gesellschaftlichen Themen werden die Grenzen des Mediums Fotografie ausgelotet, verändert und erweitert. Körper schweben in Nelly Habelts Videoarbeit in scheinbar ewigem Stillstand. Wattehafte Wolken hängen bei Lena Bils unscharf über Gewässern, und bei Tatiana Vdovenko gibt nur ein Spalt die Sicht auf eine zerstörte Landschaft frei.

Die ausgestellten künstlerischen Positionen reflektieren biografische Erfahrungen, subjektive Wahrnehmungsmuster und persönliche Interessen. Gleichzeitig verflechten sich diese individuellen Ausgangspunkte mit kollektiven Realitäten und übergeordneten Themen. Sie zeigen alltägliche wie übernatürliche, hoffnungsvolle wie katastrophale Momente, immer auf der Suche nach Übergängen, Schwellen oder Grenzen. Zeitgenössische Mikrokosmen stehen Erinnerungsräumen gegenüber, in denen ostdeutsches Gedächtnis, koloniale Kontinuitäten oder migrantische Resilienz verhandelt werden. So verarbeitet E. Elif Gönüllü ihre Erfahrungen mit zermürbenden bürokratischen Hürden zu Gebetskettenperlen, während Charlotte Burkhardt die nostalgischen Ferienorte eines verschwundenen Staates dokumentiert. Urbane Infrastrukturen und menschliche Ordnungen treffen auf die Verwundbarkeit der Natur und offenbaren eine fragile Balance. Gesellschaftliche Spannungen – gegenwärtige und

vergangene – werden visuell verarbeitet.

Die ausgewählten Werke verweigern sich einfachen Narrativen, indem sie populistischem Schwarz-Weiß-Denken eine Vielzahl von Grauzonen gegenüberstellen. Gewohnte Perspektiven und Gewissheiten werden destabilisiert, um die Vielschichtigkeit von Realitäten zu reflektieren. Die Ausstellung lädt dazu ein, Bildräume nicht als abgeschlossene Erzählungen zu verstehen, sondern als offene Systeme, die durch den Dialog mit den Betrachter*innen erweitert werden. „Worlds within Worlds“ eröffnet Perspektiven auf Fiktion und Mythos und stellt das Versprechen der einen Wahrheit infrage.

Die in der Ausstellung gezeigten Künstler*innen sind: Lena Bils, Charlotte Burkhardt, Simon Gilmer, E. Elif Gönüllü, Nelly Habelt, Philomena Hummel, Elinor Zoë Karl, Lea Kulens, Len David Oswald, Marie Schwarze, Markus Seibel, Madlen Strebel, Tatiana Vdovenko und Kerstin Weiser.

Kuratiert wurde die Ausstellung von: Polina Arzhenovskova, Leonie Cecco, Fanny Dommers, Issata Drieling, Charlotte Häger, Antonia Janke, Egor Miroshnichenko, Alexandra Rücker, Mattis Thomsen, Max Zimmermann und Carla Veit. Die Zusammenarbeit erfolgt unter der Leitung von Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation, Stefanie Heraeus, Leiterin des Studiengangs Curatorial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt und Martin Liebscher, Professor an der HfG

Offenbach.


Weitere Positionen in der Ausstellung